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| Den Teamgeist stärken und gewinnen. |
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Wie werden sie verehrt, bejubelt, vergöttert: Messi, Rooney, Ronaldo, Kaká, und wie sie alle heißen. Fußballspieler, die durch ihre Kunstfertigkeit im Umgang mit dem runden Leder die Massen verzaubern. Sie behaupten fast spielerisch ihren Ballbesitz im Zweikampf, holen das Leder aus der Luft und schießen aus der Drehung heraus noch goldene Tore, sie lassen mehrere Gegenspieler auf einmal abblitzen und bringen den Ball sicher nach vorne. Es ist schon meisterlich, wie sie den Ball nach Belieben dirigieren, als wäre es das Einfachste von der Welt. Und dennoch sind bei der zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Südafrika gerade die Mannschaften ausgeschieden, die sich auf ihre Stars verlassen haben. Gewonnen haben diejenigen, bei denen der Teamgeist stimmte. Die spanische Mannschaft hat sicher mit Recht den Pokal gewonnen. Mit welcher Sicherheit die Spieler auf dem Feld das Rund hin- und herbewegt haben. In welcher Geschlossenheit und mit welcher Abstimmung aufeinander die Mannschaft aufgetreten ist, das war schon weltmeisterlich.
Auch die Deutschen standen da nicht weit zurück. Sie haben Sympathiewerte gesammelt durch ein schönes Spiel im stimmigen Miteinander. Manche wollten die Nationalelf ja schon als Vorbild hernehmen für die Regierung. Auch ihr sollte wohl ein Training helfen, besser einander zuzuspielen, das gemeinsame Ziel wieder in den Blick zu nehmen und die Kräfte zu vereinen, damit die Gegner einer geordneten und friedlichen Gesellschaft, von denen es beileibe genug gibt, besiegt werden können. Sei’s drum.
Jedenfalls sind im Fußballspiel Stars allein keine Garantie für den Sieg. Und zu den Stars gehören bekanntlich auch die Allüren. Ein Star, der sich bewusst ist, dass er ein Star ist, tut sich offenbar schwer, als ein Mitspieler unter anderen in der Mannschaft zu laufen. Auf der anderen Seite ist es für einen weniger bekannten oder begabten Spieler sicher nicht so leicht, neben einem großen Star selbstbewusst zu agieren. Da kann es besser sein, wenn in der Mannschaft jeder seine Stärken und Schwächen kennt, wenn jeder weiß, wo er auf sich selbst und wo er besser auf die anderen vertraut, als wenn ein Star neben zehn Nicht-Stars spielt.
Gutes Zusammenspiel und Teamarbeit ist an vielen Stellen von Bedeutung. Z.B. in der Familie, wo es für die Kinder wichtig ist, dass Vater und Mutter zusammenstehen und sich gegenseitig vertrauen. Z.B. im Beruf, wo der Chef Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen braucht, die am gleichen Strang ziehen. Z.B. beim Start einer religiösen Lebensgemeinschaft. Hier müssen sich die Beteiligten persönlich miteinander vertraut machen, ihre Ideen und Vorstellungen austauschen, damit sie erkennen, wie sie im Auftrag Christi miteinander harmonieren können. Dann werden sie miteinander überlegen, welche Gestalt und Ausrichtung sie ihrem Projekt geben.
Wichtig in einem Team ist immer, dass jede und jeder gehört und respektiert wird. Keiner darf sich übergangen oder zurückgesetzt fühlen. Wenn das doch der Fall ist, dann muss es angesprochen werden dürfen, damit die Gruppe sich damit auseinander setzt und schaut, was verändert werden muss, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Teamarbeit ist jedenfalls etwas, was dem einen leichter, dem anderen schwerer fällt, doch üben müssen es wohl alle.
Ganz wichtig hierfür ist das Erlernen von Kritikfähigkeit und Toleranz. Es aushalten, dass ich in einem Verhalten kritisiert werde, ohne dass ich mich dadurch persönlich bewertet oder gar abgewertet sehe. Es aushalten, dass andere Dinge anders machen, sich anders verhalten, einen anderen Charakter haben. Das kann ich mit der Zeit und durch viele kleine und größere Konflikte hindurch lernen. Dem anderen mehr und mehr Vertrauen entgegen bringen, mit seiner Art, so wie er ist. An ihm schätzen, was ich als Stärke erkenne, und ertragen, was sich als Schwäche zeigt, die trotz Bemühung nicht zu ändern ist.
Auch Jesus hat ein Team aus zwölf Aposteln um sich geschart, damit diese im fairen Zusammenspiel seine für die Welt heilsame Botschaft weitertragen (Mk 3,13-19). Die 72 Jünger hat er zu zwei und zwei ausgesendet in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst kommen wollte (Lk 10,1). Er will seine Botschaft nicht als Predigt eines Einzelnen zu den Leuten kommen lassen, sondern in der erlebbaren Gemeinschaft mindestens zweier Menschen. Schließlich hat er jedem Team, das sich auf seinen Auftrag hin findet, seine persönliche Gegenwart zugesagt. Er selbst ist sozusagen der gute Teamgeist: „Denn wo zwei oder drei in meiner Liebe (meinem Namen) zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt 18,20)
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