Indonesien
Seit 2014 verbessert die indonesische Hilfsorganisation Ayo in einem der ärmsten Gebiete der Insel Flores, die Lebensverhältnisse bedürftiger. Die Steyler Missionsprokur Schweiz und die Stiftung Solidarität mit der Welt (SDW) unterstützen das Projekt.

In der ersten Projektphase wurden einige hundert Familien in neuen Methoden der Landwirtschaft unterrichtet. Insbesondere wurde hier das Augenmerk auf Nachhaltigkeit und die Verbesserung der Eigenversorgung durch Gemüseanbau gelegt. Für Produkte, die gezielt zum Weiterverkauf produziert werden, bekamen sie Hilfestellung bei der Vermarktung. Ebenso wurden diese Familien in grundlegenden Hygienemassnahmen geschult. Dieses Kooperationsmodell kann Nachhaltigkeit gewährleisten, die Unabhängigkeit der Landwirte erhöhen und ihre Denkweise auf eine wirtschaftliche Ausrichtung umstellen.
Inzwischen hat das Kooperationsprojekt der Ayo Indonesia Foundation mit der Missionsprokur – mit dem Titel «Improvement of agriculture, health, income and strengthening of parish institutions» – zu grossen Veränderungen beigetragen: im sozialen und wirtschaftlichen Leben der Gemeindemitglieder, aber auch im Bereich der pastoralen Dienste, die sich mehr auf die Bemühungen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen der Menschen und die damit verbundene Umsetzung des ökologischen Landbaus konzentrieren. Auch die Förderung der institutionellen Einbindung der Pfarreien zur Verbesserung des Wohlergehens der Bauern ist ein wichtiges Element.
In Rahmen des Projekts ist es gelungen, Kreditgenossenschaften und PSE-Abteilungen der Gemeinden einzubeziehen, um die Landwirte im wirtschaftlichen Bereich zu stärken und die finanzielle Allgemeinbildung zu verbessern. Letzteres ist sehr wichtig, um den Landwirten bewusst zu machen, dass der ökologische Landbau nicht nur dazu dient, die Umweltqualität zu verbessern, sondern auch zu zeigen, dass das wichtigste Ziel des ökologischen Landbaus darin besteht, den grundlegenden Ernährungs- und Finanzbedarf der Familie zu decken.
Eine bemerkenswerte Entwicklung geschah im Laufe des Projekts bei den Tempe-Bauern und -Produzenten, die am Programm teilnahmen. Sie schufen Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen, so dass diese sich nicht nach einem Arbeitsplatz in anderen Regionen wie Kalimantan, Java und Papua suchten.
