Indien

Bildung verändert (fast) alles: Lernzentren in Westbengalen

In den Dörfern rund um Gonpada im indischen Bundesstaat Westbengalen wächst eine ganze Generation von Kindern ohne echte Bildungschancen auf. Das Projekt T.E.A.C.H. – «Transformation through Educational Activities for Community’s Holistic Empowerment» – will diesen Kreislauf durchbrechen.

In den Dörfern rund um Gonpada im indischen Bundesstaat Westbengalen wächst eine ganze
Generation von Kindern ohne echte Bildungschancen auf. Viele Familien leben von Taglohn-
oder Wanderarbeit, und oft reicht das Einkommen kaum für Nahrung und Kleidung. Für Schul-
material, Nachhilfe oder eine ruhige Lernumgebung bleibt nichts übrig. Immer wieder brechen
Kinder die Schule ab, weil sie zu Hause arbeiten müssen, weil Armut sie zwingt, Geld zu ver-
dienen, oder weil niemand ihnen zeigt, wofür Lernen wichtig ist. Besonders Mädchen trifft es
hart: Sie werden früh verheiratet und verlieren jede Perspektive auf einen selbstbestimmten
Weg. So setzt sich ein Kreislauf aus Armut, Analphabetismus und Chancenlosigkeit fort – von
Generation zu Generation.

Das Projekt T.E.A.C.H. – «Transformation through Educational Activities for Community’s
Holistic Empowerment» – will diesen Kreislauf durchbrechen. Es richtet sich an Kinder
zwischen fünf und vierzehn Jahren aus den ärmsten und am stärksten benachteiligten
Gruppen. Ziel ist es, sie in der Schule zu halten, Schulabbrüche zu verhindern und auch jene
wieder einzuschulen, die bereits aufgegeben haben.


Kern des Projekts sind sogenannte Lernzentren für Kinder, die Unterstützung brauchen, weil
sie im Unterricht nicht mehr mitkommen. Zusätzlich gibt es sogenannte «Gap Classes» für
Mädchen und Jungen, die die Schule bereits verlassen haben. Dort werden sie individuell
gefördert und wieder an den regulären Unterricht herangeführt. Damit auch das ganze Umfeld
versteht, wie wichtig Bildung ist, gehen Mitarbeitende von Tür zu Tür und organisieren
Dorftreffen, bei denen Eltern über Kinderrechte, staatliche Förderprogramme und die Chancen
von Bildung aufgeklärt werden. Auch Lehrerinnen und Lehrer werden geschult, damit sie
kindgerecht und motivierend unterrichten können. Kreative Wettbewerbe, Ausflüge und ein
grosser Kindertag für über 1’000 Teilnehmende stärken Mut, Gemeinschaft und Freude am
Lernen.

Frühere Projektphasen haben gezeigt, wie wirksam dieses Konzept ist. Vier Lernzentren
wurden bereits aufgebaut und sind heute fast selbsttragend. Die Kinder dort gehen regel-
mässig zur Schule, bestehen Prüfungen besser und zeigen neues Selbstvertrauen. In manchen
Dörfern ist Alkoholmissbrauch zurückgegangen, häusliche Gewalt hat abgenommen und Eltern
investieren mehr in die Zukunft ihrer Kinder. Jetzt sollen vier weitere Dörfer erreicht und
bestehende Angebote abgesichert werden.


Mit Ihrer Spende geben Sie Kindern eine Zukunft. 160 Mädchen und Jungen profitieren jedes Jahr direkt von den Lernzentren, über 6’000 Menschen indirekt durch Aufklärung und bessere Bildungsstrukturen. Die meisten Kinder verbessern ihre Leistungen deutlich, Mädchen bleiben
länger in der Schule und ganze Dorfgemeinschaften beginnen, Bildung als Schlüssel für ein besseres Leben zu sehen. Jede Spende hilft, Armut und Hoffnungslosigkeit zu durchbrechen.

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